Außerorts geblitzt? Der Bußgeldbescheid außerhalb geschlossener Ortschaften

Es geht ganz schnell und es trifft fast jeden einmal. Vor allem Autofahrer, die täglich lange Strecken zurücklegen müssen, sind gefährdet. Wer den Tacho außerhalb von Ortschaften kurzzeitig aus dem Blick verliert, hat wenig später ein Blitzerfoto in der Post.

Außerorts geblitzt? Der Bußgeldbescheid außerhalb geschlossener Ortschaften
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Wie hoch die Strafe ausfällt und ob eventuell noch ein Fahrverbot oder ein Punkt in Flensburg dazu kommt, hängt ganz entscheidend davon ab, ob Sie innerhalb oder außerhalb von Ortschaften zu schnell gefahren sind.

In diesem Beitrag erklären wir, worauf Sie achten müssen und wie wir Ihnen helfen können wenn Sie außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell gefahren sind.

Inhalte dieser Seite

  1. Was bedeutet innerorts und außerorts geblitzt?
  2. Welche Strafe droht bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von 26 km/h?
  3. Welche Mindestangaben muss ein Bußgeldbescheid enthalten?
  4. Bußgeldbescheid außerhalb geschlossener Ortschaften: lohnt sich ein Einspruch?

1. Was bedeutet innerorts und außerorts geblitzt?

Innerhalb von geschlossenen Ortschaften gilt im Normalfall die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Auf Landstraßen ist eine Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt, auf Autobahnen gilt die Richtgeschwindigkeit von 120 km/h.

Ob Sie innerorts oder außerorts geblitzt werden, hat ganz verschiedene Bußgeldhöhen zur Folge. Die Tempoüberschreitung innerhalb von Ortschaften sieht deutlich höhere Bußgeldhöhen vor:

  • Wenn Sie die erlaubte Geschwindigkeit innerorts um 20 km/h überschreiten, zahlen Sie bis zu 35 Euro Strafe.
  • Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen zwischen 21 und 30 km/h werden bereits bis zu 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig.
  • Wer innerhalb einer Ortschaft noch schneller unterwegs ist, muss sogar mit zwei Punkten in Flensburg, 160 Euro Strafe und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
  • Bei noch höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen muss mit einem Fahrverbot und Geldstrafen zwischen 200 und 680 Euro gerechnet werden.

Auch Verkehrsteilnehmer, die außerorts geblitzt werden, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen:

  • Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h wird mit einem Bußgeld in Höhe von 30 Euro geahndet.
  • Wer 21 bis 40 km/h zu schnell unterwegs ist, erhält einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von bis zu 120 Euro.
  • Darüber hinaus werden zwei Punkte in Flensburg sowie Bußgelder zwischen 160 und 600 Euro sowie ein Fahrverbot fällig.

2. Welche Strafe droht bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von 26 km/h?

Ob Sie im Bußgeldbescheid außerhalb geschlossener Ortschaften bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von mindestens 26 km/h zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt bekommen, hängt von der Frage ab, wie oft Sie innerhalb eines Jahres geblitzt worden sind.

Hinweis: Wer zweimal in einem Jahr mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h außerhalb von Ortschaften erwischt wird, wird zusätzlich zum Bußgeld und dem Punkt in Flensburg mit einem Monat Fahrverbot bestraft.

Einen eigenen Bußgeldkatalog für Verkehrsteilnehmer, die zum wiederholten Mal auffällig werden, gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich um Einzelfallentscheidungen. Möglich ist bei wiederholten Verstößen innerhalb eines Jahres die Verhängung eines erhöhten Bußgeldes bzw. eines zusätzlichen Fahrverbotes.

Übersicht der Bußgeldhöhen bei Überschreitung des Tempolimits außerhalb von Ortschaften

  • Überschreitung bis 10 km/h – 10 Euro
  • Überschreitung 11 bis 15 km/h – 20 Euro
  • Überschreitung 16 bis 20 km/h – 30 Euro
  • Überschreitung bis 21 bis 25 km/h – 70 Euro, 1 Punkt
  • Überschreitung 26 bis 30 km/h – 80 Euro, 1 Punkt, bei Wiederholung 1 Monat Fahrverbot
  • Überschreitung 31 bis 40 km/h – 120 Euro, 1 Punkt, bei Wiederholung 1 Monat Fahrverbot
  • Überschreitung 41 bis 50 km/h – 160 Euro, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • Überschreitung 51 bis 60 km/h – 240 Euro, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • Überschreitung 61 bis 70 km/h – 440 Euro, 2 Punkte, 2 Monate Fahrverbot


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3. Welche Mindestangaben muss ein Bußgeldbescheid enthalten?

Bei Verstößen gegen die Geschwindigkeitsbeschränkung führen wenige km/h mehr oft zu großen Unterschieden im Bußgeldbescheid. In vielen Fällen lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid.

Wir prüfen für Sie, ob Ihr Bußgeldbescheid neben Ihren korrekten persönlichen Daten folgende Informationen enthält:

  • Bezeichnung der Art des Vergehens
  • Informationen zum Zeitpunkt und zum Ort des vorgeworfenen Vergehens
  • Information über die Rechtsgrundlage
  • Höhe der Geldbuße und Information über zusätzliche Punkte bzw. ein verhängtes Fahrverbot
  • Bezeichnung der ausstellenden Behörde
  • Rechtsbehelfsbelehrung mit Darstellung von Möglichkeiten eines Einspruchs

4. Bußgeldbescheid außerhalb geschlossener Ortschaften: lohnt sich ein Einspruch?

Wichtig: Wenn Sie Zweifel an der Korrektheit haben oder eine Unvollständigkeit der Angaben vermuten, legen Sie mit unserer Hilfe einen Einspruch innerhalb der Frist von 14 Tagen ein. Die Frist beginnt mit der Zustellung des Bußgeldbescheides.

Wenn Sie am Tag der Zustellung im Urlaub oder im Krankenhaus waren, können Sie eine Fristverlängerung beantragen. Hierzu ist ein Nachweis nötig, um darzustellen, dass Sie nicht rechtzeitig Kenntnis vom Bußgeldbescheid nehmen konnten.

Die Realität zeigt, dass nicht wenige Bußgeldbescheide fehlerhaft sind. Häufig werden Formfehler, Messfehler oder auch die Verjährung der Tat festgestellt und der Bescheid muss aufgehoben werden.

Wurden auch Sie außerorts geblitzt? Nehmen Sie die Hilfe von spezialisierten Anwälten in Anspruch, um Ihre Rechte durchzusetzen. Füllen Sie unseren Fragebogen aus, reichen Sie dabei einfach Ihre Unterlagen ein und wir sind für Sie da!

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Bildquellennachweis: © Dieter Brockmann / panthermedia.net

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